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  • AutorenbildJulia Pilz

Antiinflammatorische Ernährung: Wie bestimmte Lebensmittel Entzündungen bekämpfen können

Aktualisiert: 15. Nov. 2023


Einleitung:

Entzündungen sind eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf Verletzungen oder Infektionen. Allerdings kann eine chronische Entzündung zu Gesundheitsproblemen führen und mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Die adäquate Abwehr des Körper wird durch verschiedene Mechanismen bedingt: Proteine ermöglichen Antikörperbildung und Datenerhebungen zeigen, dass Mangelzustände unter anderem für Zink und Vitamin A mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden sind. Eine antiinflammatorische Ernährung kann helfen, Entzündungen zu reduzieren und die allgemeine Gesundheit zu verbessern. In diesem Beitrag werden wir genauer untersuchen, wie bestimmte Lebensmittel Entzündungen bekämpfen können und wie eine anti-entzündliche Ernährung aussehen kann.



Was ist unter einer anti-entzündlichen Ernährung zu verstehen?

Eine anti-entzündliche Ernährung konzentriert sich auf Lebensmittel, die entzündungshemmende Eigenschaften haben und somit dazu beitragen können, chronische Entzündungen im Körper zu reduzieren. Eine solche Ernährungsweise enthält reichlich antioxidative Nährstoffe (schützend gegenüber freien Radikalen, z.B. Vitamin C, Vitamin E, Zink, Selen, Carotinoide (fettlösliche gelb bis rötliche Pflanzenpigmente) und Polyphenole (natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen mit anti-oxidativen Eigenschaften), , Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe und andere Substanzen, die Entzündungen im Körper lindern können.


Entzündungshemmende Lebensmittel:


1. Fettreiche Fische: Fettreiche Fische wie Lachs, Makrele und Hering sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmende Eigenschaften haben und das Risiko von Herzkrankheiten und Entzündungserkrankungen reduzieren können.


2. Obst und Gemüse: Bunte Obst- und Gemüsesorten sind reich an Antioxidantien und pflanzliche Nährstoffe (Phytonährstoffen), die dazu beitragen können, Entzündungen zu reduzieren. Hier gilt es, abwechslungsreich zu essen: Beeren, grünes Blattgemüse, Paprika und Tomaten sind nur einige Beispiele.


3. Nüsse und Samen: Nüsse und Samen wie Walnüsse, Leinsamen und Chiasamen sind reich an Omega-3-Fettsäuren und bieten eine gute Quelle für entzündungshemmende Substanzen. Kokosnuss, Paranüsse, weisse Bohnen und Aprikosenkerne sind reich an Selen.


4. Gesunde Fette: Gesunde Fette, die in Olivenöl, Avocado und Kokosnussöl enthalten sind, können Entzündungen reduzieren und gleichzeitig eine gute Energiequelle bieten.


5. Vollkornprodukte: Vollkornprodukte sind reich an Ballaststoffen. Diese werden von der Darmflora (Mikrobiom) fermentiert werden zu kurzkettigen Fettsäuren und können dazu beitragen, Entzündungen im Darm zu reduzieren und die Verdauung zu fördern.


6. Gewürze: Gewürze wie Kurkuma, Ingwer und Knoblauch haben starke entzündungshemmende Eigenschaften und können eine wertvolle Ergänzung zu einer anti-entzündlichen Ernährung sein.


Eine anti-entzündliche Ernährung kann einfach in den Alltag integriert werden.

Hier sind einige Tipps:


  1. Ersetzen Sie gesättigte Fette durch gesunde Fette wie Olivenöl.

  2. Essen Sie regelmäßig fettreiche Fische oder verwenden Sie Alternativen wie Leinsamenöl oder Algenöl.

  3. Steigern Sie Ihren Obst- und Gemüsekonsum und experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten.

  4. Snacken Sie gesund mit Nüssen und Samen anstelle von ungesunden Optionen.

  5. Verwenden Sie entzündungshemmende Gewürze in Ihren Mahlzeiten.


Fazit

Eine antiinflammatorische Ernährung kann dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren und die allgemeine Gesundheit zu verbessern. Durch die Integration von entzündungshemmenden Lebensmitteln in Ihre Ernährung können Sie langfristig von den positiven Effekten profitieren. Es ist jedoch wichtig, darauf hinzuweisen, dass eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil insgesamt entscheidend für die Förderung der Gesundheit sind.


In unseren Praxen bieten wir individuelles Ernährungscoaching und Unterstützung bei der Umstellung auf eine antiinflammatorische Ernährung an. Zudem arbeiten wir eng mit Spezialisten der Ernährungsberatung zusammen. Im Falle von Mangelzuständen können die Ursachen dieser durch eine Gastroskopie, Ultraschall oder Koloskopie bestimmt werden.

Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen und vereinbaren Sie einen Termin.




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